Nachtrag zum Ausflug des Fahrgärtchens

Uns ist mehrfach kolportiert worden, dass die Stadtverwaltung unsere Infotafel am Fahrgärtchen als "Werbung" (für Stadtbegrünung, für besseres Stadtklima etc.) einstuft und damit für das Fahrgärtchen als "Werbeträger" eine Sondernutzungsgenehmigung vorgeschrieben sei. Da wir diese Sondernutzungsgenehmigung nicht haben, wurde wohl das Fahrgärtchen eingezogen. Da wir nicht für irgendwas werben wollen, sondern für uns das gleichberechtigte Parken aller Fahrzeuge im öffentlichen Raum im Vordergrund steht, haben wir das Schild entfernt.
Das Fahrzeug/Gespann/Fahrgärtchen parkt also weiterhin legal und gleichberechtigt im öffentlichen Raum, auf einer Parkfläche, die nicht gesondert für PKWs ausgewiesen ist. Wir  erwarten weiterhin eine Aussage von Seiten der Stadtverwaltung, warum sie das Fahrgärtchen mit roten Aufklebern "bestraft", mit Busgeldern droht und es als Abfall bezeichnet.

unfreiwilliger Ausflug unseres Fahrgärtchens

vielleicht haben sich einige unter euch ab 27.05.2026 gefragt, wo denn das Fährgärtchen in unserer Straße abgeblieben sei. Oder weshalb das Beetbike, das seit letztem Samstag (30.05.2026) da stand, so anders aussieht. Oder weshalb seit 01.06.2026 alle beide in ganz trauter Zweisamkeit beisammenstehen.

Hiermit möchten wir euch ins Bild darüber setzen, was eigentlich los war.

So ging es los: Am 27.05. bekamen wir am Vormittag ein Foto zugesendet, auf dem zu sehen war, dass sich offensichtliche Mitarbeiter der Stadtverwaltung am Fahrgärtchen zu schaffen machten. Als wir vor Ort eintrafen, war von der einstigen Pflanzenidylle nichts mehr zu sehen. Das Fahrgärtchen war samt fahrtüchtigem Zugfahrrad und Gießkanne einfach weg. Glücklicherweise gab es besagtes, sehr hilfreiches Foto einer Zeugin, ganz großen Dank nochmal dafür!

Der Eigentümer des Fahrrades erstattete Anzeige bei der Polizei, und über die verschiedenen Netzwerke versuchten wir herauszubekommen, wohin das Fahrgärtchen verschwunden ist und vor allem WARUM? Zwar waren zuvor immer wieder rote Aufkleber darangeklebt worden, aber unsere Nachfragen, weshalb die Stadt sich an dem Fahrzeug störe, waren konsequent unbeantwortet geblieben. Wir hatten sogar einen Ortstermin zur Klärung angeboten, doch die Stadt reagierte wiederum lediglich mit einem weiteren roten Aufkleber. Da uns auf diesen mit 50.000€ Bußgeld gedroht wurde, hatten wir wenig Lust, als Personen in Erscheinung zu treten und versuchten stattdessen, über Stadtbezirksbeiräte und Stadträte eine Klärung herbeizuführen. Und gerade, als uns signalisiert wurde, dass im Rathaus an einer Lösung gearbeitet werde, wurde das Gefährt abgeholt.

Zunächst war nicht herauszubekommen, wer für das Verschwinden des Fahrgärtchens verantwortlich ist. Es schien, als wollten einige Rathausmitarbeitende rasch vollendete Tatsachen schaffen, bevor es zu einer Klärung der Rechtmäßigkeit des Parkens kommen konnte.

Für uns bestand nun die Frage, ob wir uns dieser städtischen Gewaltausübung beugen, klein beigeben und auf unser Parkrecht und die Diskussion darum verzichten. Doch innerhalb von drei Tagen materialisierte sich gleicherorts ein etwas kleineres, aber ebenso blühendes Fahrgärtchen. An dieser Stelle unser riesengroßer Dank an die edlen Spender, es würde den Text sprengen, sie alle einzeln zu benennen. Wer dazu beigetragen hat, weiß, dass er/sie gemeint ist: DANKESCHÖN!

Auf der parallel erfolgenden Suche nach unseren privaten Eigentümern (Gießkanne, Fahrrad) erfuhren wir nach drei Tagen, wo das gute alte Fahrgärtchen steht. Nach der alten Devise „Freundlich gefragt hat nie geschadet“ sind wir Montag hingefahren und haben also freundlich gefragt, ob wir es wiederbekommen. Und tatsächlich wurde es uns anstandslos ausgehändigt. So konnten wir unser blühendes Fahrgärtchen mithilfe des immer noch verkehrstüchtigen Fahrrads beglückt zurück auf die Prießnitzstraße bringen. Hurra!

Nun steht es neben dem Nachfolger, wohlgemerkt zwei Fahrzeuge auf nur einem Parkplatz. Darf man das denn?

Das also ist passiert.

Ehrlicherweise müssen wir zugeben, dass uns der unangekündigte Diebstahl wütend gemacht hat. Das beständige Ignorieren unserer berechtigten Fragen nach den Gründen für die seit Monaten erfolgenden Bußgeldandrohungen und für die Bezeichnung des Fahrgärtchens als „Abfall“ ist ebenfalls kein angemessener Umgang mit Anwohnenden. Wie viele Fahrgärtchen muss die Stadtverwaltung in der Prießnitzstraße vorfinden, bis sie bereit ist, die Frage nach Parkplätzen für Fahrzeuge, die keine Autos sind, ernst zu nehmen? Sowie die ganz grundlegende Frage nach einer gleichberechtigten Nutzung des öffentlichen Raums durch alle?

Wir möchten an dieser Stelle nochmal betonen, dass wir sehr viele Sympathiebekundungen für unsere Aktion erleben. Wir hätten wohl kein ganzes Jahr durchgehalten und täglich gegossen, ohne die vielen ermutigenden Worte von Passanten, laut denen die blühenden Pflanzen zwischen den Autos eine Wohltat sind, ohne deren freundliches oder manches Mal gar komplizenhaftes Lächeln. Andererseits werden wir auch immer wieder gefragt, warum wir den Autofahrern die Parkplätze „wegnehmen“, wo die doch so knapp seien. Nun, wir haben mal gezählt: zwischen Louisenstraße und Bischofsweg gibt es genau 100 Parkplätze, aber keinen einzigen Baum oder Strauch. Übrigens auch kaum Fahrradstellpätze. Und Gehwege, die ständig von Mülltonnen blockiert werden, und zum Teil auch durch alte, kaputte Fahrräder.

Nochmal ganz klar gesagt: Wir nehmen niemandem einen Parkplatz weg, sondern parken ein Fahrzeug. Wir nehmen uns das gleiche Recht heraus, den öffentlichen Raum zu nutzen, wie es die PKW-Eigentümer ganz selbstverständlich 100fach auf unserer Straße tun. Wir sollen täglich vor unseren Haustüren entlang der Straße die Blechlawine anderer Leute ertragen und zugleich sollen wir diesen Raum nicht auch nutzen dürfen. So wird EIN Fahrgärtchen zwischen 99 PKWs zum Politikum. Und um die Frage nach dem Warum zu beantworten: wir parken das Fahrgärtchen in unserer Straße, weil das unser Recht ist. Und wir pochen auf dieses Recht, damit die Diskussion geführt, wem diese Straße eigentlich gehört. Und wir pflegen die Pflanzen tagein tagaus, damit ein blühender Kontrapunkt zur Blechlawine gesetzt wird. Und auch in der Hoffnung, dass wir dazu beitragen können, dass unsere Straßen keine überhitzten, versiegelten Park- und Fahrräume bleiben, sondern zu sicheren Orten für alle werden, die sich dort bewegen. 
Schließlich leben wir in einem Rechtsstaat. Hier gilt nicht das Recht des Stärkeren, sondern die Straßenverkehrsordnung, die ganz eindeutig festlegt, dass Parkplätze zum Parken von Fahrzeugen sind. Und auch festlegt, dass Fahrräder, insbesondere mit einem Hänger Fahrzeuge sind, die auf Parkplätzen zu parken sind. (Wer das ganz genau und schriftlich haben möchte: https://www.bundestag.de/resource/blob/677842/d0ec20a71095e0428377f85fb3c2a545/WD-7-194-19-pdf-data.pdf)

Und wir freuen uns über jede weitere Unterstützung: als Gießpate für unsere Straße über info@priessnitzallee.de, für die eine oder andere Zuwendung über: https://gofund.me/f7fd287c9 und über jede Grünpflanze, die unsere Straße erobert und natürlich über das fröhliche Lächeln, wenn wir uns beim Gießen begegnen.

Seid herzlichst gegrüßt

Crowdfunding

Wir sammeln, um auf unserem "Dorfplatz", Prießnitzstraße/ Ecke Schönfelderstraße, den ersten Baum pflanzen zu können.

Spende hier https://www.gofundme.com/f/ein-Baum-vor-meinem-Haus

 

Ein Baum für unsere Straße

Liebe Freundinnen und Freunde der Prießnitzallee,

 

am Sonnabend, dem 18.4. 26 haben wir einmal mehr den Frühling begrüßt.

 

Dieser Tag stand passend zur PrießnitzALLEE unter dem Motto „Ein Baum für unsere Straße“. Am Tisch des „BauMantragbüros“ konnten sich Interessierte informieren, wie man per Formular bei der Stadt einen Straßenbaum beantragen kann. Wer wollte, konnte dies auch gleich vor Ort tun und am Ende kamen 12 Straßenbaum-Anträge zusammen. Wer das auch tun möchte, meldet sich bei uns. Wir helfen gern! Für einen Baum in unserer Straße kann man hier spenden:  https://www.gofundme.com/f/ein-Baum-vor-meinem-Haus

 

Zur Untermalung der Idee einer Prießnitzallee säumten an diesem Tag sechs Bäumchen aus grünen Ballons unsere Straße.

Außerdem gingen die in allen Farben blühenden Blumen für Balkonkästen oder Blumentöpfe zur Begrünung der Straße wieder weg wie warme Semmeln.

Die „Blühzentrale“ konnte drei neue Gießpatinnen und -paten gewinnen, die sich über den Sommer mit um das Gießen der Straßenbäumchen und Blumen rund um den Dorfplatz kümmern. Hurra! Das ist so wichtig! Wer auch mit gießen möchte, kann sich sehr gerne bei uns melden. info@priessnitzallee.de

 

Unsere Freunde von Neustad(t)raum waren mit Infomaterial zur inklusiven Nachbarschaft da und zum Plausch von Bürgerinitiative zu Bürgerinitiative. Am Stand der NeustadtGrünen gab es auch Gespräche über Verkehr und Grün.

 

Und um es sich ein wenig schöner zu machen, gab es wieder eine Menge Kuchen, Kaffee, Tischtennis und Tanzen auf der Straße.

 

Das alles unter der warmen Aprilsonne – einfach ein runder, schöner und erfolgreicher Tag in der Nachbarschaft, mit vielen guten Gesprächen und Begegnungen, die Lust auf mehr machen. Danke dafür an alle, die da waren und mitgemacht haben.

 

Und hier noch eine Presse-Nachlese: https://www.neustadt-ticker.de/237179/aktuell/strassenfest-fuer-mehr-baeume

Hochbeet-Workshop und Musik vorm Atelier

Liebe Prießnitzallee-Interessierte,

am Samstag, den 14. Juni 2025, findet ein Workshop zum Bau eines Hochbeets im öffentlichen Raum statt:

Straßenbegrünung aus Bürgerhand

Allen ist klar, dass der Klimawandel die Städte aufheizt und Begrünung dem etwas entgegenwirkt. Zugleich sind unsere Straßen weitgehend versiegelt und als Autostellplätze gewidmet, was zur Folge hat, dass der gesamte Straßenraum ausschließlich von Autobesitzern genutzt wird. Da die Stadt trotz Klimawandel nicht merklich diese Versiegelung verringert, möchten wir die Straße in kleinen Schritten selbst begrünen. Angefangen haben wir mit Pflanzkübeln im Kreuzungsbereich Prießnitzstraße/Schönfelder Straße, als nächstes wollen wir ein Hochbeet bauen.

Wir laden ein zum:

Workshop Hochbeetbau im öffentlichen Raum

am 14. Juni 2025 ab 11 Uhr

Prießnitzstraße, Ecke Schönfelder Str.

Wir bauen zusammen ein Hochbeet aus genormten EU-Palettenteilen, um anzuregen , dass ihr in eurer Straße selbst weitere Hochbeete baut. Das passende know-how dazu liefert dieser Workshop. Das notwendige Zubehör bis hin zu Erde und Bepflanzung wurde von einem Gärtner geplant, der zum Workshop die Besonderheiten von Hochbeeten auf versiegelten Flächen erklärt und mit uns gemeinsam das Hochbeet baut.

Die Teilnahme ist kostenfrei, Spenden zur Kostendeckung werden erbeten.

Anmeldung zur Teilnahme: info@priessnitzallee.de

Bitte bringt eine Sitzgelegenheit für den theoretischen Teil und, wenn vorhanden, ein Schäufelchen für den praktischen Teil mit.

Wir freuen uns auf euch!

Im Anschluß ab 16:30 Uhr gibt es Musik vom Feinsten vor dem Atelier Karen Gäbler:

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn, 

wie jedes Jahr gibt es zur (Nicht) BRN 14./15.6. vor meinem Atelier  - da wo die schönen Rosen blühen - am Dorfplatz Prießnitzstraße/Schönfelder  -  Musik. 

Ich lade Euch recht herzlich ein, der Musik zu lauschen, ein Glas Wein zu trinken und Euren Nachbarn zu begegnen. Bringt ganz viele Freunde mit!

Eure Karen

Sa, 14.06.

16.30 Uhr        Bluegrass – Band (voc, git, mand, kb) DE/UK/USA

18.00 Uhr        Marenka & Hillel, Mimi - Puppenmusical mit Evergreens  (voc, git), DE/ISR

19.00 Uhr        Ladislav Pazdera, akustische Gitarre, genreübergreifendes Fingerstyle – Spiel, CZ

So, 15.06.

16.30 Uhr        Riley & Voltz, Acoustic Songwriter Folk aus Irland und USA, UK/USA

18.00 Uhr        Megille – Band, Lieder aus Osteuropa DE

Schön war’s!

Am Samstag, 28.09.2024 haben wir Anwohnenden unseren „Dorfplatz“ einen Tag lang erobert und nachbarschaftlich gefeiert. Und ein Gefühl dafür bekommen, wie es sich anfühlt, die Straße als Lebensraum zu nutzen: für Begegnung, für Tanz, für Freude...

Eine Bildergalerie findet ihr hier

  ...und schon klopft der Herbst wieder an die Tür. Auch das muss gefeiert werden!

Wollt Ihr in unseren Verteiler aufgenommen werden und über die Aktionen der Initiative informiert werden?

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Statement der Bürgerinitiative Priessnitzallee

Kandidat*innen-Check: WER wird unsere Bürgerinitiative WIE unterstützen?

Wir haben nachgefragt und für die kommende Kommunalwahl am 9. Juni 2024 den Kandidat*innen des Stadtbezirksbeirats Dresden-Neustadt Wahlprüfsteine vorgelegt.

Lest die Antworten hier: Wahlprüfsteine

Am 13.04.24 fand unsere Frühlingsdemonstration am "Dorfplatz" statt für mehr Grün, weniger Verkehr und nachbarschlaftlichem Miteinander

Impressionen vom Tag sind hier zu finden

Frühling auf der Prießnitzallee - Pflanzen, Spielen, Austauschen

Impressionen vom Tag bitte hier anschauen

Samstag, 22. April 2023, ab 14.00 Uhr   

 

Temporäre Begrünung

Weihnachtsbäume in unserer "Allee". 

Fotografiert eure geschmückten Lieblingsbäume

und ladet eure Baumbilder hier hoch

Ab dem 23.12. können Bäumchen für eure Weihnachtsfeier mitgenommen werden.

Am 27.12. ab 16:30 Uhr findet das traditionelle Christbaumloben mit gemeinschaftlichem Abschmücken der Bäumchen statt:

bringt euch ein Getränk zum Loben mit.

Am 26.11.22 16.00 bis 19.00 Uhr haben wir einen kleinen Stand an der Prießnitzstraße Ecke Schönfelder mit Glühwein, Plätzchen, Samentüten und Laternen. Der Erlös kommt unserer Arbeit zugute. Unsere Jungs von der AG Stadtbegrünung haben unsere Straße charmant weihnachtlich dekoriert. Fühlt Euch frei, die Bäume vor Eurer Haustür zu schmücken!

Im September 2022 lief unsere Umfrage zum Thema Verkehr und Begrünung auf der Prießnitzstraße. Die Umfrage ist jetzt geschlossen.

Die Umfrageergebnisse, die bis 29.9.22 eingingen, sind zu finden unter:Prießnitzallee - Umfrageergebnis

Am 24.9.22 fand unsere erste Veranstaltung statt auf dem "Dorfplatz" Prießnitzstraße Ecke Schönfelder.

Es war ein guter Tag, um Nachbarn zu treffen, Visionen von einer lebenswerten Prießnitzallee zu teilen, Kuchen zu essen, zu tanzen...

Patricia sammelte Eure Ideen beim Worldcafé zum Themen Straßenfest.

...Daniel zum Thema Gestaltung des Straßenraumes...

...und Christoph zum Thema Begrünung.

Angelspiele und Blütenlegen für die Kinder

Tobias Bäz und Diethard Krause spielten Celloduos

Der BUND - Anhänger („Reclaim the streets“) lud zum Lümmeln ein mit Kuchen vom Basar gegenüber...

Schachspieler statt Autos

Offenes Atelier von Karen Gäbler

Am Abend wurde noch getanzt. Ein gelungener Tag und ein guter Start für unsere Initiative!